Am 13. Mai 2026 fand die Uzin-Utz-Hauptversammlung statt. Neben dem Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr und der Entwicklung im ersten Quartal 2026 standen insbesondere der erfolgreiche Abschluss der Strategie „Passion 2025“ sowie die Vorstellung der neuen Konzernstrategie „Grow Bigger“ im Fokus.

Die Uzin-Utz-Aktionäre haben auf der ordentlichen Hauptversammlung des weltweit agierenden Komplettanbieters für Bodensysteme unter anderem für eine Dividendenausschüttung in Höhe von 1,90 je Aktie abgestimmt. (Foto: Uzin Utz)
Das erste Quartal 2026 war von erheblichen geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen geprägt. Der eskalierte Iran-Konflikt verschärfte die Spannungen auf den internationalen Märkten deutlich und führte zu Verwerfungen bei Energie-, Fracht- und Rohstoffpreisen sowie zu selektiven Engpässen in den globalen Lieferketten. Trotz eines schwachen Jahresauftakts in der Baubranche mit rückläufigen Aufträgen und Umsätzen konnte der Uzin-Utz-Konzern seine Umsatzerlöse mit 132,2 Millionen Euro im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,6 Prozent steigern. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel mit 8,7 Millionen Euro um 14,2 Prozent geringer aus als im Vorjahr (10,2 Millionen Euro). Belastend wirkten insbesondere höhere Rohstoff- und Verpackungspreise, gestiegene Logistikkosten infolge des starken Kraftstoffpreisanstiegs sowie eine erhöhte Personalaufwandsquote durch den gezielten Personalaufbau zur Umsetzung der Wachstumsstrategie.
Prognose angepasst
Die Prognose für das Gesamtjahr 2026 wird aufgrund der aktuellen geopolitischen Entwicklung angepasst: Erwartet werden weiterhin gegenüber dem Vorjahr leicht steigende Umsatzerlöse. Eine verlässliche Prognose für das EBIT ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich. Nach derzeitigem Stand kann sich das EBIT gegenüber dem Vorjahresniveau moderat bis stark verschlechtern. Uzin Utz wird auf diese Situation wie in den vergangenen Jahren mit angemessenen Maßnahmen reagieren.
Neues Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt
Darüber hinaus wurde Sebastian Dresse neu in den Aufsichtsrat gewählt. Er folgt auf Paul Hermann Bauder (Paul Bauder). Sebastian Dresse verfügt über langjährige Erfahrung in internationalen Konzern- und Familienunternehmen im baunahen Umfeld. Seine Schwerpunkte liegen insbesondere in der Vertriebs- und Personalentwicklung sowie in der Gestaltung kooperativer und offener Unternehmenskulturen mit hoher Kunden- und Mitarbeiternähe. Seit November 2024 hat Dresse die Aerocompact-Gruppe restrukturiert, einen führenden Hersteller von Unterkonstruktionen für Photovoltaikmodule.
