Am Institut für Boden- und Raumsysteme (TFI) an der RWTH Aachen entsteht mit dem Projekt „R.A.U.M.-Labor Euregio-Maas-Rhein – Ressourcen, Atmosphären, Umwelten, Menschen“ ein neues Kompetenz- und Anwendungszentrum, das sich auf nachhaltige Bauprodukte und gesundheitsorientierte Raumgestaltung konzentriert.

Mit dem Projekt „R.A.U.M. -Labor“ ist am TFI ein Kompetenz- und Anwendungszentrum für nachhaltige Bauprodukte an den Start gegangen. (Grafik: TFI/ChatGPT)
Die Initiative verfolgt das Ziel, Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Bau- und Innenraumprodukten zu beschleunigen und insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Transformation hin zu nachhaltigen und kreislauffähigen Lösungen zu unterstützen. Koordinator ist das TFI, das gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis neue Impulse für die Bauprodukte-Industrie setzt.
Der offizielle Startschuss fiel am 28. April mit der Gründungs- und Auftaktveranstaltung am TFI Aachen. Erstmals kamen alle Projektpartner zusammen, um sich mit der Forschungsinfrastruktur vertraut zu machen und die organisatorischen sowie inhaltlichen Grundlagen der Zusammenarbeit zu definieren. Dabei wurden ein Lenkungskreis eingerichtet, thematische Schwerpunkte festgelegt und Arbeitsstrukturen für die begleitende Forschung entwickelt – ein wichtiger Schritt für die langfristige Kooperation.
Inhaltlich liegt der Fokus des „R.A.U.M.-Labors“ auf ressourcenschonenden Materialien, digitalen Entwicklungs- und Produktionsprozessen sowie der Gestaltung gesunder Innenräume. Unternehmen sollen durch neue Forschungs- und Entwicklungskapazitäten dabei unterstützt werden, innovative Bauprodukte schneller zur Marktreife zu bringen. Eine zentrale Rolle spielt dabei das „Living Building Lab“, in dem Materialien, Technologien und Nutzungskonzepte unter realen Bedingungen getestet und weiterentwickelt werden. Forschung und Anwendung greifen hier gezielt ineinander, um praxisnahe Lösungen zu ermöglichen.
Das Projekt basiert auf einem interdisziplinären Ansatz, der Kompetenzen aus Materialforschung, Medizin, Soziologie und industrieller Praxis vereint. Diese fachliche Vielfalt ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung nachhaltigen Bauens sowie gesunder Arbeits- und Lebensumgebungen. Durch die Verknüpfung technischer, gesellschaftlicher und nutzerbezogener Perspektiven entstehen tragfähige Innovationen mit konkretem Mehrwert für Wirtschaft und Gesellschaft.
