Wie der Dachverband Einrichtenschweiz Anfang April mitteilt, steht die Revision der Ausbildungen Industriepolsterer EFZ, Raumausstatter EFZ und Wohntextilgestalterin EFZ vor dem entscheidenden Schritt: dem Antrag für das behördliche Ticket zur Zusammenfassung der drei Berufsbilder.

Das deutsche Berufsbild Raumausstatter wird in der Schweiz in absehbarer Zeit Interieurdesigner heißen. (Foto: Hungry Birds/Pixabay)

Der künftige Beruf wird schweizweit unter dem Namen „Interieurdesigner“ geführt. „Diese Bezeichnung ist kein bloßes Rebranding – sie ist eine Aussage. Sie verbindet die handwerkliche Tradition, die diese Berufe seit Generationen prägt, mit der Moderne und den Anforderungen der heutigen Märkte. Der Name ist verständlich, zeitgemäß und signalisiert nach innen wie nach außen: Dieses Handwerk steht für Qualität, Gestaltung und Kompetenz“, heißt es in der offiziellen Ankündigung.

 

Drei Jahre – ein Meilenstein

 

Die Revision war kein einfaches Unterfangen. Über drei Jahre hinweg haben Fachkräfte aller betroffenen Berufe gemeinsam analysiert, diskutiert und entwickelt. Das Ergebnis ist ein Bildungskonzept, das den realen Berufsalltag widerspiegelt, berufliche Perspektiven schärft und die Ausbildung auf solide Grundlagen für das 21. Jahrhundert stellt. Nun steht der formale Antrag zur Genehmigung durch die zuständigen Behörden bevor.

Die Ausbildung zum Interieurdesigner vereint die bisherigen Gewerke Industriepolsterer EFZ, Raumausstatter EFZ und Wohntextilgestalterin EFZ. (Fotos: Einrichtenschweiz)

Vernehmlassung und Informationsoffensive

 

In den kommenden Monaten folgen zwei wichtige Etappen: die Vernehmlassung – also die formelle Anhörung der betroffenen Kreise – sowie eine breite Informationsoffensive. Mitglieder, Betriebe und Bildungsverantwortliche werden umfassend über die Neuerungen informiert. Ziel ist es, Klarheit zu schaffen, Begeisterung zu wecken und allfällige Fragen frühzeitig zu beantworten. Der Verband begleitet diesen Prozess aktiv und stellt alle notwendigen Unterlagen und Kommunikationsmittel bereit. Zwischenzeitlich können die Berufe weiter und unverändert ausgebildet werden.

 

Ein mutiger Schritt in die Zukunft

 

„Die Revision ist mehr als eine administrative Anpassung. Sie ist ein klares Bekenntnis zur Weiterentwicklung und zur Relevanz dieser Berufe in einer sich wandelnden Branche. Die Umstellung mag anfänglich Gewöhnung erfordern – doch der Aufwand lohnt sich. Wer heute nicht in die Zukunft investiert, verpasst die Chancen von morgen. Der Verband ist überzeugt, mit diesem Schritt den richtigen Weg eingeschlagen zu haben, und dankt allen, die diesen Prozess mit ihrem Wissen, Engagement und Durchhaltewillen getragen haben“, heißt es von Seiten Einrichtenschweiz.