Die Sanderson Design Group und der britische Einrichtungshändler Dunelm haben eine langfristige Lizenzvereinbarung für Designers Guild geschlossen. Für zehn Jahre erwirbt die Sanderson Design Group die exklusiven weltweiten Rechte, Tapeten, Dekorations- und Möbelstoffe sowie Farben unter der Marke Designers Guild zu entwickeln, herzustellen und zu vertreiben.

Die Sanderson Design Group sichert sich eine 10-jährige Lizenz für Designers Guild.
(Foto: Designers Guild)

Mit der Vereinbarung erhält die Sanderson Design Group zugleich Zugriff auf das umfangreiche Designarchiv von Designers Guild, das sich über mehr als fünf Jahrzehnte erstreckt. Neben der Weiterführung bestehender Entwürfe sieht die Kooperation auch die Entwicklung neuer Designs unter dem Namen Designers Guild vor. Die Produktion soll in das bestehende Sanderson-Fertigungsnetzwerk integriert werden. Dazu gehören das Tapetenwerk Anstey in Loughborough und die Stoffdruckerei Standfast & Barracks in Lancaster sowie weitere Lieferpartner. Die zusätzlichen Produktionsmengen sollen damit auch zur Auslastung der britischen Standorte beitragen. Für den internationalen Vertrieb greift die Gruppe auf ihr bestehendes Netzwerk aus Interior Designern, Großhandelspartnern und digitalen Vertriebskanälen zurück.

Warenverfügbarkeit sichern

Kurzfristig steht zunächst die Warenverfügbarkeit im Mittelpunkt: Bestehende Bestseller von Designers Guild sollen wieder aufgelegt beziehungsweise nachproduziert werden. Ein erstes Warenpaket will Sanderson zeitnah über seine Plattform für den Fachhandel bereitstellen. Perspektivisch soll die Marke mit neuen Kollektionen weiterentwickelt und über das internationale Vertriebsnetz einem breiteren Kundenkreis zugänglich gemacht werden.

Designsprache erhalten

Für die Sanderson Design Group erweitert Designers Guild das bestehende Markenportfolio, zu dem unter anderem Sanderson, Zoffany, Morris & Co., Harlequin, Clarke & Clarke und Scion gehören. Das Unternehmen sieht in der Vereinbarung zugleich eine Möglichkeit, seine Kompetenzen in Design, Produktion und internationalem Vertrieb stärker für weitere Marken einzusetzen. CEO Lisa Montague bezeichnet Designers Guild als strategische Ergänzung des Portfolios und kündigt an, bei der künftigen Entwicklung an der gestalterischen Identität und dem Design-Erbe der Marke festzuhalten.

Auch Dunelm, die die 1970 von Tricia Guild gegründete Interior-Marke im April 2025 übernommen haben, will Designers Guild über die neue Partnerschaft weiterentwickeln. Faye Atkins, Chief Commercial Officer bei Dunelm, verweist dabei insbesondere auf das umfangreiche Designarchiv und die gestalterische Tradition der Marke. Ziel der Zusammenarbeit sei es, dieses Erbe auch künftig für Kunden zugänglich zu machen.

Bewegender Abschied

Mit einem persönlichen Brief an ihre Kunden geben Tricia Guild und ihr Bruder Simon Jeffreys bekannt, die Türen von ihrem Unternehmen Designers Guild schließen zu müssen, und verabschieden sich aus der Branche.