Mit den erstmals veranstalteten Schlafkultur-Inspirationstagen hat der Einkaufsverband MZE ein neues Format für den Bettenfachhandel eingeführt. Die zweitägige Veranstaltung fand am 1. und 2. März 2026 in München statt und brachte Händler sowie Industriepartner zu Vorträgen, Produktpräsentationen und Networking zusammen.

Wie Helmut Stauner, Vertriebsleiter des Unternehmensbereichs Schlafkultur bei MZE, erläutert, war die Einführung eines neuen Formats zunächst durchaus mit Unsicherheiten verbunden. „Wenn man eine neue Veranstaltung ins Leben ruft, bittet man zunächst die Industriepartner in Vorleistung zu gehen – mit Zeit, Engagement und natürlich auch mit Kosten für Präsentation und Teilnahme. Gleichzeitig weiß man nie mit absoluter Sicherheit, wie stark der Handel ein solches Format annimmt. Diese Situation verlangt von allen Beteiligten Vertrauen.“ Die Inspirationstage seien bewusst nicht als Konkurrenz zur Branchenmesse Hometex in Bad Salzuflen gedacht. „Die Branche kann dankbar sein, dass es mit der Hometex eine Veranstaltung gibt, auf der nahezu alle relevanten Lieferanten vertreten sind“, betonte Stauner. Ziel des neuen Formats sei vielmehr gewesen, Raum für Marktanalysen, Strategien und Branchenthemen zu schaffen, die auf klassischen Produktmessen häufig zu kurz kommen.
Präsentation, Know-how-Transfer, persönlicher Austausch
Das Programm basierte auf drei Bausteinen: Fachvorträge, Präsentationen ausgewählter Industriepartner sowie Zeit für persönlichen Austausch. Zu den Referenten gehörten unter anderem Dominik Nuss von der BBE-Handelsberatung, Schlafexperte Markus Kamps sowie Vertreter von MZE selbst.
Die Resonanz übertraf laut Veranstalter die Erwartungen. Vor allem Fachhändler aus Bayern und Baden-Württemberg nutzten die Gelegenheit, sich über Markttrends und Sortimentsstrategien auszutauschen. Viele kleinere Händler hätten nicht immer die Möglichkeit, die Hometex zu besuchen, erklärte Stauner.
Ein zentrales Thema der Veranstaltung war das Zusammenspiel von Herstellermarken und Verbandskollektionen. Während starke Marken Nachfrage beim Endkunden erzeugten, brauche der Fachhandel gleichzeitig Produkte mit stabilen Margen. „Der stationäre Fachhandel lebt von Beratung und Service“, so Stauner. „Wer dauerhaft auf Marge verzichtet, verzichtet irgendwann auch auf Beratung.“
Auch aus dem Handel kam positives Feedback. Lea Jeggle von Jeggle das Bett in Münster betonte, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten böten Verbandskollektionen Planungssicherheit. Peter Baues von Betten Baues in Mönchengladbach bezeichnete die Veranstaltung trotz der weiten Anreise als lohnend und verwies auf die Bedeutung neuer Sortimente für eine stabile wirtschaftliche Aufstellung im Jahr 2026.
Nach der positiven Premiere plant MZE, die Schlafkultur-Inspirationstage künftig als ergänzende Plattform zu den großen Branchenmessen zu etablieren. Im Mittelpunkt sollen weiterhin Wissenstransfer, Marktimpulse und der Austausch zwischen Handel und Industrie stehen.
