Der Trend zum Meistertitel hält an. Bisher meldete der ZVR über 60 erfolgreich abgelegte Meisterprüfungen allein bei den Raumausstattern, und einige werden noch folgen.

ZVR-Präsident Ralf Vowinkel sieht in der hohen Beteiligung und den guten Ergebnissen auch eine Bestätigung für die erfolgte Rückvermeisterung im Zuge der HWO-Novellierung 2020. Er gratuliert im Namen des gesamten Vorstands allen Absolventen.

 

WILLI-BURTH-SCHULE, BAD SAULGAU

Gelöste Stimmung in Bad Saulgau: 15 Teilnehmer des Meistervorbereitungskurses freuten
sich über den erfolgreichen Abschluss. (Foto: Willi-Burth-Schule)

15 erfolgreiche Absolventen des Meistervorbereitungskurses des Fachbereichs Raumausstattung der Gewerblichen Schule im oberschwäbischen Bad Saulgau wurden Mitte Juli mit dem großen Befähigungsnachweis ausgezeichnet. An zwei Tagen konnten die bemerkenswerten Raumgestaltungen zum Thema „Hotelzimmer“ besichtigt werden. Mit kreativem Gespür und handwerklicher Raffinesse umgesetzt, gab es unter anderem die „Business Hotel-Gentleman’s Lounge“, den „Häckler Hof – vom Stall zur Stuba“ oder das „Barockzimmer im Schloss Hotel Salem“ zu entdecken. Ein Blick auf die Meisterkojen ließ sich auch der Oberbürgermeister von Bad Saulgau, Raphael Osmakowski-Miller, nicht entgehen, der der Einladung von Schulleiter Henning Schmidt-Beyrich gefolgt war, dem Nachwuchs persönlich zu gratulieren. Vor Ort waren neben Verwandten, Partnern und Freunden auch der baden-württembergische Landesinnungsobermeister Dieter Eckert und die Prüfungskommission der Handwerkskammer Reutlingen um ihre Vorsitzende Marlene Sautter. In ihren Gratulationen fanden die Redner anerkennende Worte für die Leistung der Jungmeister, lobten aber auch das Ausbilderteam. Klassensprecherin Nadine Frei konnte über ein ereignisreiches Jahr im Meisterkurs berichten und motivierte Gesellen, den Schritt zur Meisterprüfung zu gehen.

 

Das Gestaltungsthema „Hotelzimmer“ wurde kreativ und individuell umgesetzt. (Foto: Willi-Burth-Schule)

Willi-Burth-Schule – Gewerbliche Schule Bad Saulgau
www.gewerbliche-schule-saulgau.de

 

KERSCHENSTEINERSCHULE

Über 400 Besucher zeigten sich begeistert von den Abschlussarbeiten des Meisterkurses der Kerschensteinerschule. 16 überreichte Meisterbriefe belegen eindrucksvoll die qualitativ hochwertige Ausbildung in Stuttgart-Feuerbach, bei der auch die perfekte handwerkliche Ausführung der fünf Fachbereiche im Fokus steht. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf das klassische Polstern gelegt. Nachdem die Prüfer ihr Urteil gefällt hatten, durften die Besucher noch den Publikumspreis für die beste Gestaltung vergeben: Bronze erhielt Sarah Roser aus Vaihingen mit ihrem Thema „Blühendes Barock“. Silber ging an Erik Gmelin aus Sinsheim mit seinem „Herrenzimmer“ und Gold holte sich Annika Junger aus Holzgerlingen mit „Ein Hauch von Lönneberga“. Unter den Gratulanten befanden sich neben Familienangehörigen und Freunden auch Dieter Eckert, Landesinnungsmeister des Landesinnungsverbands des Raumausstatter- und Sattlerhandwerks Baden-Württemberg, und Olaf Rosenbaum, ZVR-Vizepräsident, sowie viele Vertreterinnen und Vertreter von namhaften Firmen, die die Jungmeister auf ihrem Weg zum Meistertitel unterstützt haben. Die Preise für die Platzierten wurden von langjährigen Partnern der Schule gesponsert.

Dieter Eckert (links) und Olaf Rosenbaum (rechts) gratulierten den Jungmeistern der Kerschensteinerschule zur erfolgreichen Prüfung. (Foto: Kerschensteinerschule)

 

Die Koje „Ein Hauch von Lönneberga“ von Annika Junger aus Holzgerlingen wurde mit dem Publi- kumspreis für die beste Gestaltung ausgezeichnet. (Foto: Kerschensteinerschule)

Erik Gmelin aus Sinsheim freute sich über den zweiten Platz für sein „Herrenzimmer“. (Foto: Kerschensteinerschule)

Die Umsetzung „Blühendes Barock“ von Sarah Roser aus Vaihingen schaffte es auf den dritten Platz. (Foto: Kerschensteinerschule)

Kerschensteinerschule
www.kerschensteinerschule.de

 

FACHSCHULE OLDENBURG

Eine beeindruckende Bandbreite an Ideen prägte die Abschlussarbeiten des Oldenburger Meisterkurses. Das Thema „Rückzugsort auf dem Stand einer Freizeitmesse“ inspirierte die zehn Absolventen zu Höchstleistungen, die damit erfolgreich ihre Teilnahme an dem intensiven halbjährigen Vorbereitungskurs mit dem Meisterbrief krönten. Zu bewundern gab es einfallsreiche Interpretationen unterschiedlicher Freizeitwelten wie eines exquisiten Golfresorts oder einer afrikanischen Lodge. In einer anderen Koje zauberte eine Discokugel zusätzlichen Glanz ins Ambiente, eine Ecke weiter signalisierte ein schweres Motorrad im rustikalen Umfeld den Bezug zur Biker-Messe und im nächsten Raum tauchte man unter blauem Licht und einem faszinierenden Wolkenhimmel in andere Welten ein. Wassersport und Gartenwelt oder maritime Reiselust und ein Jagdambiente ließen sofort erkennen, welches Thema umgesetzt wurde. Der ausgeprägten Phantasie der Arbeiten stand deren fachliche Umsetzung in nichts nach. Präzise wurde gepolstert und genäht, dekoriert und bodengelegt sowie Wände gestaltet – die Prüfer zeigten sich mit den Ergebnissen durchaus zufrieden. Hajo Kreye, Leiter der Fachschule und des Berufsbildungszentrums der Handwerkskammer, bedankte sich daher auch bei den Dozentinnen Anette Löhr und Kerstin Dockmann für die gute Vorbereitung der Teilnehmer. Seiner Gratulation der Absolventen schloss er die Bitte an, dass sie nun als Botschafter des Raumausstatter-Handwerks selbst ausbilden, um der nachkommenden Generation dieses tolle Gewerk näherzubringen.

Das Ziel, den Meisterbrief in den Händen zu halten, spornte den motivierten Nachwuchs in Oldenburg an, zur Prüfung das Beste zu geben. (Foto: Fachschule Oldenburg)

Mit unverkennbaren Details überzeugte das „Golfresort“ in Gestaltung und handwerklicher Umsetzung. (Foto: Fachschule Oldenburg)

Unter dem Glitzern einer Discokugel und zwischen üppigem Textil scheint ein Geheimnis verborgen. (Foto: Fachschule Oldenburg)

Rankender Wein, florale Muster und pastellige Farben locken in den Garten. (Foto: Fachschule Oldenburg)

Fachschule Oldenburg www.
hwk-oldenburg.de

 

NJUMII BILDUNGSZENTRUM DRESDEN

Neun Raumausstatter aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Berlin, Brandenburg, Thüringen, Bayern und Sachsen schlossen erfolgreich den 22. Vollzeitkurs in Dresden ab. Herzstück der Prüfungskoje war jeweils ein klassisches gepolstertes Sitzmöbel – ein Ausbildungsschwerpunkt im Bildungszentrum der sächsischen Landeshauptstadt. Zudem waren Wandbespannungen mit Rapport und Naht, Verlegen oder Verspannen von Teppichboden mit Intarsien oder konfektionierter Naht sowie die Dekorationen mit mehreren Elementen gefordert. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: vom Cottage in Schottland ins skandinavische Loftappartement, weiter an die Ostsee- küste, von dort in die Stadtwohnung in Düsseldorf mit dem Fernziel Serengeti – die Arbeiten überzeugten mit Kreativität, aber auch mit fachlicher Qualität. Auch das Wartezimmer einer Praxis, ein Modeatelier oder das Buch „Der kleine Prinz“ lieferten Inspirationen für die Prüfungskojen. Als Jahrgangsbeste im praktischen Teil der Prüfung konnte sich Clara Haack („Traumreise zum kleinen Prinzen“) aus Brandenburg behaupten. Auf Platz zwei folgte Dana-Ann Teutenberg („Wartebereich einer psychologischen Praxis“) aus Sachsen und den dritten Platz belegte Marie Knorn („Raum & Mode“), ebenfalls aus Sachsen.

Stilsicher und handwerklich perfekt setzten die jungen Talente in Dresden ihre Arbeiten um und wurden verdient mit dem Meisterbrief geehrt. (Foto: Handwerkskammer Dresden)

Inspiriert von der Geschichte des kleinen Prinzen setzte Clara Haack aus Brandenburg ihre Koje am besten um. (Foto: Handwerkskammer Dresden)

Dana-Ann Teutenberg erreichte mit ihrer Umsetzung des Themas „Wartebereich einer psychologischen Praxis“ den zweiten Platz. (Foto: Handwerkskammer Dresden)

Auf dem dritten Rang platzierte sich Marie Knorn aus Sachsen mit ihrer Koje „Raum & Mode“. (Foto: Handwerkskammer Dresden)

Njumii Bildungszentrum Dresden
www.njumii.de

Zünftig wurde in Bayern der erfolgreiche Abschluss des Mainburger Meisterkurses gefeiert. (Foto: Innung Südbayern)

Schön inszeniert und von großer Stilvielfalt zeigten sich die Meisterarbeiten in Mainburg. (Foto: RZ)

Gemütlich und einladend transportieren die Kojen- Gestaltungen Stimmungsbilder. (Foto: RZ)

Aktuelle Einrichtungstrends wurden farbenfroh und detailreich umgesetzt. (Foto: RZ)

Meisterkurs der Innung Südbayern Bundesfachzentrum in Mainburg
www.bsz-kelheim.de