Die Sanierung des Traditionsunternehmens Lübke aus Rheda-Wiedenbrück ist geglückt: Insolvenzverwalter Yorck Tilman Streitbörger hat mit der Langhorst‑Gruppe aus Rietberg einen strategischen Investor gefunden, der die langfristige Fortführung des Premium‑Möbelherstellers mit der Marke Interlübke sichert.

Zukunft gesichert: Die Langhorst-Gruppe übernimmt Interlübke.
(Foto: Streitbörger)

„Interlübke verfügt über eine exzellente Marktpositionierung und eine weltweit geschätzte Design‑Expertise“, so Insolvenzverwalter Yorck Tilman Streitbörger. „Mit der Langhorst‑Gruppe haben wir einen Investor gefunden, der als Familienunternehmen aus der Region die Werte und die Kultur von Interlübke versteht und die unternehmerische Substanz mitbringt, um Interlübke wieder auf ein stabiles wirtschaftliches Fundament zu stellen sowie die Marke für eine langfristige Expansion zu nutzen.“

Hintergrund

Der Insolvenzantrag war die konsequente Reaktion auf eine Kumulation externer Schocks – insbesondere massiv gestiegene Energiekosten durch den Iran‑Konflikt mit monatlichen Mehrkosten von rund 50.000 Euro für die ca. 25.000 Quadratmeter große Produktionsfläche, wöchentliche Preisanpassungen bei Rohstoffen und eine krisenbedingte Konsumzurückhaltung im gehobenen Möbelsegment. „Dank der konsequenten Sanierungsarbeit der Kanzlei Streitbörger in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung um Ralf und Frank Oehmke konnte der Geschäftsbetrieb während des gesamten Verfahrens unvermindert weiterlaufen“, so die offizielle Mitteilung der Kanzlei.

In einer Pressemeldung von Lübke heißt es: „Ein besonderer Fokus liegt auf der Kontinuität für die Mitarbeitenden, Kunden und Handelspartner von Interlübke. Der Erhalt eines großen Teils der Arbeitsplätze sowie die Fortführung der Ausbildungsplätze schaffen eine verlässliche Perspektive und bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung des Unternehmens.“