Das Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz in Wuppertal veröffentlichte Anfang Mai den Vergleich der Absatz- und Umsatzzahlen von 2025 zu 2024, der unter ihrem Dach geführten Verbände der Deutschen Heimtextilien-Industrie (VDHI), der Matratzen-Industrie (FMI) und des innenliegenden Sicht- und Sonnenschutzes (ViS).

Insbesondere die Anbieter von Bettwaren und Matratzen beklagen einen Umsatzrückgang von 2024 zu 2025. (Foto: Messe Frankfurt/Jean-Luc Valentin)

„Im Geschäftsjahr 2025 sahen sich die Unternehmen der deutschen Textil- und Matratzenindustrie weiterhin mit den Auswirkungen der anhaltenden wirtschaftlichen Krise konfrontiert. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die wirtschaftliche Situation nochmals spürbar verschärft und viele Unternehmen in eine zunehmend schwierige Lage gebracht“, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung des Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz.

(Zahlen: Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz, Grafik: RZ)

Die Hersteller von Heimtextilien haben für das Geschäftsjahr 2025 einen Rückgang bei Umsatz und Absatz in den Sparten Bettwaren und Möbelbezugsstoffe/ Deko-/Gardinenstoffe zu beklagen. Bei Bettwaren liegt das Minus bei Umsatz und Absatz jeweils bei -6,3 %. Möbel-, Deko- /Gardinenstoffen vermelden ein Umsatzminus von -12,4 % bei nur leicht rückläufiger Nachfrage (-0,3 %).

(Grafik: Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz)

Die Matratzenhersteller haben für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatzverlust von -5,1 % zu beklagen, der sich über die Warengruppen und nahezu alle Technologogien erstreckt. Nischenprodukt Bonnell ist dabei größter Verlierer. Lediglich Schaum (+1,1 %) und Sonstige (+5,6 %) lagen über dem Vorjahr.

(Grafik: Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz)

Beim maßgefertigten innenliegenden Sicht- und Sonnenschutz wurde das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatzverlust von -1,9 % abgeschlossen. Raff-/Faltrollo (+8,8 %), Rollo (+6,9 %) und Wabenplissee (+5,8 %) konnten jeweils ein Umsatzplus erzielen. Die dominierende Produktgruppe Plissee (-1,1 %) hat einen leichten Umsatzverlust zu beklagen, Doppelrollo (-12,7 %) war größter Verlierer. Der Objektbereich verbucht mit den Produktgruppen Flächenvorhang (- 11,7 %) und Lamelle (-6,9 %) ebenfalls Umsatzeinbrüche.

Im Namen seiner Mitglieder fordert der Verband ein umfassendes Reformpaket zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit für den Produktionsstandort Deutschland. (Foto: Messe Frankfurt/Thomas Fedra)

Aus Sicht des Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz wächst vor dem Hintergrund der Vielzahl geopolitischer Brennpunkte der Handlungsbedarf der Bundesregierung erheblich. „Notwendig ist ein umfassendes Reformpaket mit einem deutlichen Abbau von Regulierung, einer spürbaren Senkung der Steuer- und Abgabenlast für Unternehmen und Beschäftigte sowie dauerhaft wettbewerbsfähigen Energiepreisen. Nur mit einer wirtschaftspolitisch stringenten und konsequent umgesetzten Gesamtstrategie lässt sich die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland wieder nachhaltig stärken“, so die Forderung des Verbandes.

Anmerkung: Die im Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie organisierten Hersteller textiler Bodenbeläge melden keine Absatz- und Umsatzzahlen an das Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz.