Zur Heimtextil 2026 macht Patricia Urquiola den Besucher mit KI zum Teil ihrer Inszenierung „among-all“. Bei dem Design Erlebnis treffen nachhaltige und traditionelle Materialien auf neue Technologien und Entwicklungen.
Futuristische Raumelemente wie hybride Skulpturen, aufgeblasene Figuren oder hängende Gitterstrukturen zeigen das Interior Design von morgen. Patricia Urquiola zeigt mit ihrer Installation in der Halle 3.0, wie Textilien als transformative und intelligente Materialien fungieren.
MENSCHLICHE INTERAKTION IM FOKUS

Weiche, fließende Oberflächen treffen auf glatte, glänzende Strukturen. (Foto: Messe Frankfurt)
Sie verbinden Handwerk, Technologie, Textur und Struktur. Damit bilden Textilien die Schnittstelle zwischen Mensch, Material und Maschine. „Among-all“ zeigt die vielfältigen Möglichkeiten von Textilien – von weichen, fließenden Oberflächen bis hin zu strukturellen und starren Formen – und verdeutlicht, wie Stoffe Räume, Gesten und Interaktionen gestalten können. Im Kern spiegelt die Installation Patricia Urquiolas eine Forschung zu Materialinnovation und Nachhaltigkeit wider. Sie zeigt, wie der Lebenszyklus von Materialien von Anfang an in den Designprozess eingebettet werden kann. „Ich freue mich sehr, 2026 mit ,among-allʻ wieder auf der Heimtextil zu sein, dem zweiten Kapitel unserer laufenden Erforschung des textilen Denkens. Diese neue Landschaft hört zu und reagiert. Sie lädt den Besucher ein, den Raum durch seine Präsenz sanft zu aktivieren“, sagt Patricia Urquiola.

„Among-all“ vereint Materialien, die Patricia Urquiola exklusiv für die Installation ausgewählt hat – und in dieser Form nur auf der Heimtextil 2026 zu erleben sind. (Foto: Messe Frankfurt)
TEXTILE LANDSCHAFTEN
Ein 3D-gedrucktes Portal begrüßt den Besucher in einer zukunftsorientierten Design-Welt, eine große LED-Wand mit Bewegungssensoren erfasst Bewegungen und verwandelt den Besucher mithilfe von KI in einen Akteur. Das Element verbindet Körper und Technologie zu einem immersiven Erlebnis. Zudem stellt eine hybride Skulptur einen Materialkontrast zu den synthetischen Fasern her und unterstreicht den zirkulären Anspruch des Projekts: Sie ist aus Ohoskin gefertigt, einem italienischen Textilmaterial aus Orangennebenprodukten, das als nachhaltige und leistungsfähige Lederalternative konzipiert wurde. Ausgebreitete Teppiche formen organische Landschaften aus Textur und Farbe auf dem Boden. Sie bestehen aus Webkanten und Produktionsresten einer deutschen Webmanufaktur. Diese gewebten Stoffränder (Cimosa) bilden zwei hängende Gitterstrukturen, die miteinander verbunden sind und offene, taktile Gerüste formen. „Among-all“ ist eine komplett neue Installation und zugleich eine Weiterentwicklung der vergangenen Veranstaltung „among-us“. Die Design-Inszenierung blickt in die Zukunft, verbindet Materialien, Technologie und Interaktion. Besucher werden zu Aktivatoren, die den Raum bewusst verändern – und erleben eine einmalige interaktive Erfahrung. Im Architonic Live Talk haben Besucher die Möglichkeit, von Patricia Urquiola persönlich etwas über den Designprozess zu erfahren. Zudem geben geführte Touren durch das Areal Hintergrundinformationen zu den Materialien und Design-Elementen.

Die interaktive Installation „among-all“ zeigt, wie Stoffe Räume, Gesten und Interaktionen gestalten können. (Foto: Messe Frankfurt)
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