Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) zieht aus den monatlichen Betriebsvergleichen innerhalb seiner Mitgliedsunternehmen eine erste Halbjahresbilanz. Danach ergibt sich für die ersten sechs Monate des Jahres 2026 insgesamt ein Umsatzanstieg von sechs Prozent.

Die GDH-Mitglieder verzeichneten im ersten Halbjahr 2026 einen leichten Umsatzzuwachs, besonders erfreulich entwickelt sich zuletzt das Fußbodensegment. (Foto: RZ-Archiv)

Im Juni 2026 stiegen die Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat zuletzt sogar um 17 Prozent. Besonders stark entwickelten sich im Juni die Bereiche Holzwerkstoffe und Fußböden mit jeweils +20 Prozent. Auch Bauelemente legten mit 17 Prozent deutlich zu, Gartenholz erreichte ein Umsatzplus von 12 Prozent. Vergleichsweise moderat fiel die Entwicklung bei Schnittholz und Hobelwaren aus. „Die Umsatzentwicklung im Juni ist erfreulich und zeigt, dass im Markt weiterhin Potenzial vorhanden ist, wenngleich die Zahlen nicht überinterpretiert werden sollten. Zusätzliche Arbeitstage und teilweise gestiegene Preise in einzelnen Sortimenten haben einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis gehabt“, erklärt Thomas Goebel, Geschäftsführer des GD Holz.

Anhaltende Unsicherheit bremst Investitionsentscheidungen

Trotz der positiven Juni-Zahlen bleibt die Gesamtsituation verhalten. Nach Einschätzung der am Betriebsvergleich teilnehmenden Unternehmen rechnen rund dreiviertel der befragten Unternehmen in den kommenden drei Monaten mit gleichbleibenden oder rückläufigen Umsätzen. Lediglich knapp 25 Prozent erwarten eine weitere Verbesserung der Geschäftsentwicklung. „Viele Unternehmen berichten weiterhin von einer unbefriedigenden Nachfrage. Die anhaltende Unsicherheit über die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen bremst Investitionsentscheidungen vieler Kunden. Impulse könnten von den geplanten Infrastrukturinvestitionen des Bundes ausgehen, insbesondere im Bereich öffentlicher Bauprojekte“, so Thomas Goebel.