Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die Forbo-Gruppe in einem anspruchsvollen Marktumfeld einen Nettoumsatz von 1 085,4 Millionen CHF (Vorjahr 1 122,0 Mio.), was einem Rückgang von 0,3 Prozent in Lokalwährungen und 3,3 Prozent in der Berichtswährung entspricht. Das Betriebsergebnis (EBIT) reduzierte sich um 27,2 Prozent auf 87,8 Millionen CHF (Vorjahr: 120,6 Mio). Der Gewinn belief sich auf 68,9 Millionen CHF (Vorjahr: 95,1 Mio.).

Verwaltungsratspräsident Bernhard Merki und CEO Johannes Huber. (Foto: Forbo)

In der Ad-hoc-Mitteilung der Forbo-Gruppe vom 3. März 2026 heißt es: „Das Geschäftsjahr 2025 war von herausfordernden makroökonomischen und geopolitischen Rahmenbedingungen geprägt. Steigende Zölle und zunehmende handelspolitische Spannungen sorgten weltweit für Verunsicherung bei Unternehmen und Konsumenten. Hohe Energiekosten, Regulierungen und fiskalischer Druck belasteten Europas Industrie. In den USA hemmten Inflationserwartungen Investitionen und den Konsum, während in China der schwache Bausektor und sinkende Exporte in die USA das Wachstum bremsten. Das fragile globale Umfeld führte zudem zu einer weiteren Aufwertung des Schweizer Frankens. Für Forbo lag der Fokus einerseits auf der nachhaltigen Stabilisierung des Geschäfts und andererseits auf der Neubesetzung der Gruppenführung als Voraussetzung für die strategische und strukturelle Weiterentwicklung der Gruppe. Mit den Berufungen von Bernhard Merki als Verwaltungsratspräsident im April 2025, CEO Johannes Huber per 1. Januar 2026 und CFO Heinz Hössli per 1. Juli 2026 wurde das Führungsteam kompetent neu besetzt. Priorität haben jetzt die konsequente Weiterentwicklung der Geschäftsbereiche, die beschleunigte Umsetzung von Innovationen sowie die Steigerung der operativen Exzellenz, mit dem Ziel einer nachhaltigen Rückkehr zu profitablem Wachstum und langfristiger Wertschaffung.“

Forbo Movement Systems erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Nettoumsatz von 347,2 Millionen CHF (Vorjahr: 356,4 Mio.), was einem Rückgang von 2,6 Prozent entspricht (+ 1,7 Prozent in Lokalwährung). (Foto: Forbo)

Widerstandsfähigkeit erhöht

 

„Schon im Berichtsjahr wurden wichtige operative Initiativen vorangetrieben, Innovationen zur Marktreife gebracht und das Produktportfolio strategisch weiterentwickelt. Der Geschäftsbereich Movement Systems baute seine Fertigungskapazitäten in Japan weiter aus, während Flooring Systems die Präsenz in den USA stärkte. Damit wurden Handelsabhängigkeiten reduziert und die Lieferketten nachhaltig gestärkt. Diese Maßnahmen erhöhen die strukturelle Widerstandsfähigkeit der Forbo-Gruppe und schaffen eine solide Grundlage für eine positive Entwicklung in den kommenden Jahren.“

Forbo Flooring Systems erzielte 2025 einen Nettoumsatz von 738,2 Millionen CHF (Vorjahr: 765,6 Mio.), was einem Rückgang von 3,6 Prozent entspricht (- 1,2 Prozent in Lokalwährung). (Foto: Forbo)

Flooring Systems

 

„Im Geschäftsbereich Flooring Systems präsentierte sich der Bau- und Renovationsmarkt im Geschäftsjahr schwach und stark umkämpft, insbesondere in den europäischen Kernmärkten. Kurzfristig eingeführte Zusatzzölle auf Exporte aus der Schweiz und der EU in die USA belasteten das Ergebnis zusätzlich. Dank kontinuierlicher Produktinnovationen, Optimierungen in den Lieferketten sowie der Umsetzung zentraler Vertriebsinitiativen konnte die Resilienz des Geschäftsbereichs jedoch weiter gestärkt werden. Flooring Systems erzielte 2025 einen Nettoumsatz von 738,2 Millionen CHF (Vorjahr 765,6 Mio.), was einem Rückgang von 3,6 Prozent entspricht (− 1,2 Prozent in Lokalwährung). Das Absatzvolumen und die Preise verringerten sich gegenüber dem Vorjahr jeweils um 0,6 Prozent. Das Betriebsergebnis ging um 18,7 Prozent auf 80,5 Millionen CHF zurück (Vorjahr: 99,0 Mio.).

 

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Forbo-Gruppe einen währungsbedingt leicht tieferen Umsatz und einen leicht höheren Gewinn gegenüber dem Vorjahr.

 

Weitere Kennzahlen sowie Informationen zum Geschäftsbereich Movement Systems sind hier verlinkt.