Mitten im gesamtwirtschaftlich schwierigen zweiten Quartal 2026 zeigt eine Umfrage der Marktforscher von BauInfoConsult, dass Baustoffanbieter ihre Umsatzerwartungen für 2026 zuversichtlich einschätzen: Fast zwei Drittel (63 Prozent) rechnen mit steigenden Umsätzen.

Hersteller von Bau- und Installationsprodukten rechnen bis zum Jahresende 2026 mit Umsatzzuwächsen im Vergleich zum Vorjahrszeitraum. (Foto: Pexels/Tiger Lily)
Von Krise ist mittlerweile im Dauermodus die Rede. Auch in der Bauwirtschaft – dabei werden positive Signale oftmals übersehen: Im Rahmen der Studie „Jahresanalyse“ befragte BauInfoConsult 440 Bauakteure zu ihren Umsatzerwartungen für 2026. Die verschiedenen Akteure der Baubranche äußerten sich durch die Bank zuversichtlich. Das gilt besonders für die Hersteller von Bau- und Installationsprodukten: Neun von zehn Herstellern erwarten 2026 keinerlei Rückgänge gegenüber dem Vorjahr. Ein starkes Drittel geht dabei von einer besonders deutlich verbesserten Erlössituation aus.
In einer Online-Befragung unter Herstellern von Bau- und Installationsprodukten wie Heizung und Klima, Baustoffe, Ausbaumaterial, Werkzeug, Dachbau, Türen, Fenster und andere hat das Düsseldorfer Marktforschungsinstitut Stimmung, Ertragssituation und Erwartungen im laufenden zweiten Quartal 2026 erhoben. Fast zwei Drittel (63 Prozent) rechnen mit steigenden Umsätzen – am anderen Ende des Spektrums erwarteten weniger als ein Siebtel der befragten Industriefirmen Rückgänge (und dabei verhältnismäßig moderate). Die positivsten Stimmen (sprich: ein möglicher Anstieg von 10 Prozent oder mehr) kommen aus Baumaterialsparten wie Außenwand, Heizung und Lüftung sowie Werkzeuge und Ausrüstung.

Was sind die Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung des Umsatzes Ihres Gesamtunternehmens für 2026 im Vergleich zu 2025? (Quelle: BauInfoConsult, Mai 2026)
Rückblick auf 2025
Die derart ungetrübt positiven Umsatzerwartungen der befragten Hersteller sind noch bemerkenswerter, wenn man die ebenfalls abgefragte Vorjahresentwicklung dazu ins Verhältnis setzt: Zwar konnten auch 2025 zwei Drittel der Hersteller mehr oder zumindest gleich hohe Umsätze generieren als 2024, doch das übrige Drittel musste Umsatzverluste hinnehmen (zwar überwiegend, aber nicht nur in moderaten Ausmaßen). Freilich waren gerade die Segmente mit den aktuell deutlichsten Erholungserwartungen im Vorjahr erkennbar von Rückgängen gezeichnet.
