Drei Jahrzehnte geprüfte Qualität: Das Kork-Logo des Deutschen Kork-Verbandes (DKV) steht seit 30 Jahren für kontrollierte Emissionen, transparente Produktionswege und verbindliche Standards bei Kork-Bodenbelägen.

Das Kork-Logo wird seit 30 Jahren jeweils für den geprüften und zertifizierten Korkfußboden oder für eine konkrete Kollektion innerhalb einer Produktkategorie vergeben. (Grafik: DKV)

Offiziell eingeführt wurde das Siegel im Januar 1997. Doch die eigentliche Grundlage – das vollständige Prüfkonzept – war bereits im Herbst 1996 ausgearbeitet. Dieses fachliche Fundament nimmt der Verband zum Anlass, das Jubiläum des Kork-Logos bereits 2026 zu begehen. Eine zentrale Rolle bei der Entstehung des Qualitätssiegels spielte Lothar Zipse (1956–2020), damaliger Inhaber der Firma Lothar Zipse und Vorsitzender des Fachausschusses Bodenbeläge im DKV. Sein Ziel war klar: Korkprodukte sollten als natürliche, ökologische und gesundheitlich unbedenkliche Lösungen eindeutig positioniert und ihre Qualität nachvollziehbar dokumentiert werden. Bereits 1994 entschied sich der Verband, Qualitätsanforderungen nicht allein dem Markt oder dem Gesetzgeber zu überlassen, und beauftragte das Eco-Institut in Köln unter Leitung von Frank Kuebart mit der Entwicklung spezifischer Prüfkriterien für ein eigenes Gütesiegel. Geprüft wurden nicht nur einzelne Produkteigenschaften. Vielmehr entstand ein umfassender Kriterienkatalog mit rund 50 chemischen Einzelfaktoren. Sowohl das fertige Produkt als auch der Produktionsprozess – insbesondere im Ursprungsland Portugal – wurden systematisch untersucht. Dieser ganzheitliche Ansatz war zu diesem Zeitpunkt keineswegs selbstverständlich.

Auch der Produktionsprozess im Ursprungsland Portugal wird zur Einhaltung der Kriterien des Kork-Logos systematisch überwacht. (Foto: Amorim)

Der Dialog mit Herstellern, Zulieferern und Chemieunternehmen war integraler Bestandteil des Projekts. So entstanden zwischen 1994 und 1996 Methodik und Prüfverfahren, die Hersteller waren eingebunden und es wurden mehr als 160 vorbereitende Prüfungen durchgeführt. Parallel entstand der grafische Entwurf des Kork-Logos als sichtbares Zeichen für Materialreinheit, Emissionsarmut und Umweltverträglichkeit. Fachlich war das System im Herbst 1996 abgeschlossen – die offizielle Einführung folgte im Januar 1997. Damals betonte Lothar Zipse: „Als Deutscher Kork-Verband haben wir Wert auf eine gründliche Arbeit gelegt. Ein Schnellschuss wäre der Bedeutung dieses Gütesiegels nicht angemessen gewesen.“

Alle Kriterien des Kork-Logos werden in einer Broschüre zusammengefasst, die hier heruntergeladen werden kann. (Foto/Grafik: DKV)

Qualität als Verpflichtung

 

Die Anforderungen des Kork-Logos sind bis heute identisch mit oder strenger als die Vorgaben des AgBB-Schemas; bei der Formaldehydprüfung liegen sie sogar deutlich über den Anforderungen nach CARB2. Das Qualitätssicherungskonzept umfasst die wissenschaftlich abgesicherte Kontrolle des Endprodukts, die Einbindung der Hersteller im Ursprungsland sowie die lückenlose Nachvollziehbarkeit des Produktionsweges. Der Anspruch des DKV war und ist es, freiwillig höhere Maßstäbe anzulegen als gesetzlich gefordert. Zum 1. Januar 2023 wurde das Prüfkonzept erweitert, um der heutigen Produktvielfalt gerecht zu werden. Neben Kork-Parkett und Kork-Fertigparkett umfasst es nun auch Kork-Fertigböden.